Rahlstedt-Ost ist Klimaquartier

Rahlstedt-Ost ist jetzt offiziell eines von bundesweit 18 Klimaquartieren in der Städtebauförderung. Das Quartier setzt mit innovativen Projekten zur Begrünung, Förderung der Biodiversität und nachhaltiger Mobilität neue Maßstäbe im Klimaschutz. Ziel ist eine grüne und zukunftsfähige Lebensqualität für alle.

Als Teil des Bundesprogramms „Klimaquartiere“ ermöglicht die Auszeichnung gezielte Maßnahmen für Klimaschutz und Klimaanpassung und sorgt damit für die Etablierung des Quartiers als Modell für nachhaltige Stadtentwicklung.

Die RISE-Stadtteilentwicklung in Rahlstedt-Ost verfolgt einen integrierten Ansatz, bei dem neben dem Klimaschutz auch die Verbesserung der grünen Infrastruktur, die Förderung von Biodiversität und die Sensibilisierung für ökologische Themen im Fokus stehen. Ein Herzstück ist die Umgestaltung des Grünzugs, die maßgeblich von der SAGA als größtem Wohnungsanbieter im Quartier umgesetzt wurde. Ein Gemeinschaftsgarten, Bienenstöcke, Wildblumenwiesen, Insektenflächen und Lebensräume für Vögel und Bienen setzen deutliche Zeichen für mehr Biodiversität.

Auch die Mobilität wird nachhaltiger: Ein neues Rad- und Fußwegekonzept sowie ein kostenloses Leihlastenrad fördern umweltfreundliche Fortbewegung. Der jährliche Fahrrad-Aktionstag mit Frühjahrschecks rundet das Angebot ab. Zusätzlich verbessern Wärmedämmung und Fernwärme das Energiekonzept im Quartier.

Rahlstedt-Ost zeigt, wie vernetzte und nachhaltige Stadtentwicklung gelingen kann – und ist ein Vorbild für die Städte von morgen.

RISE in Rahlstedt-Ost

Der Hamburger Senat hat Rahlstedt-Ost am 12.12.2017 als Fördergebiet im Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) und als Gebiet der Sozialen Stadt festgelegt. Ziel ist, die am östlichen Stadtrand gelegene Siedlung bis 2025 zu einem attraktiven Wohnstandort mit eigener Identität und hohem Freizeitwert zu entwickeln.

Zur Initiierung und Begleitung des Entwicklungsprozesses von Rahlstedt-Ost hat das Bezirksamt Wandsbek nach einer europaweiten Ausschreibung die Johann Daniel Lawaetz-Stiftung zum 01.07.2018 mit der Gebietsentwicklung beauftragt. Die Gebietsentwicklerinnen bilden gemeinsam mit der Gebietskoordinatorin des Bezirksamtes Wandsbek das Gebietsmanagement.

Die Lawaetz-Stiftung richtet ein Stadtteilbüro in Rahlstedt-Ost ein und erstellt ein Integriertes Entwicklungskonzept. Im Integrierten Entwicklungskonzept werden konkrete Vorhaben benannt, die Rahlstedt-Ost bis 2025 aufwerten sollen. Finanziell gefördert werden die Maßnahmen aus Mitteln der Städtebauförderung und weiteren öffentlichen und privaten Geldern.

Wichtigstes Beteiligungsgremium der Gebietsentwicklung von Rahlstedt-Ost ist der Stadtteilbeirat. Der Stadtteilbeirat soll die unterschiedlichen Interessen und Sichtweisen des Gebietes vertreten. Er wirkt an der Willensbildung sowohl bei der Erstellung der Konzepte als auch der Initiierung und der Umsetzung konkreter Projekte mit. Zudem entscheidet der Stadtteilbeirat über die Vergabe der Mittel aus dem Verfügungsfonds – einem Stadtteiltopf, aus dem kleinere Selbsthilfe - und Nachbarschaftsprojekte zur Aktivierung und Beteiligung in Rahlstedt-Ost finanziert werden können.

Verlängerung der RISE-Förderung bis 2028

Die RISE-Förderung in Rahlstedt-Ost wurde bis Ende 2028 verlängert.

Das Bezirksamt hat in Zusammenarbeit mit der für die Gebietsentwicklung beauftragten Johann Daniel Lawaetz Stiftung eine zweite Zwischenbilanzierung sowie die Fortschreibung des Integrierten Entwicklungskonzeptes bis Ende 2028 vorgelegt. Die Bilanzierung belegte einen derzeit noch andauernden Entwicklungsbedarf im Fördergebiet. Noch ausstehende Schlüsselprojekte, wie der Grünzug-Nord, die Grünanlage am Schimmelreiterweg sowie der laufende Um- und Ausbau des Jugendzentrum Startloch sollen das Quartier aufwerten. Diese Projekte sollen im Verlängerungszeitraum fertiggestellt und/ oder umgesetzt werden.

Die Bezirksversammlung Wandsbek hat am 18. September 2025 die Zwischenbilanzierung zur Kenntnis genommen und der Fortschreibung des Integrierten Entwicklungskonzeptes und der Verlängerung der Förderlaufzeit zugestimmt. Am 26. September 2026 hat der Leitungsausschuss Programmsteuerung der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen die Verlängerung der Förderlaufzeit für das RISE Fördergebiet Rahlstedt-Ost bis zum 31.12.2028 beschlossen.

Wir freuen uns somit auf weitere Jahre und tolle Projekte in Rahlstedt-Ost!

Was ist RISE?

Im Juli 2009 hat der Senat beschlossen, die bisherigen Einzelprogramme der Stadtteilentwicklung und Stadterneuerung unter einem Dach, dem Rahmenprogramm „Integrierte Stadtteilentwicklung“ (RISE), zusammen zu fassen.

Ziel des Programmes ist die Verbesserung der Lebensqualität sowie die städtebauliche Aufwertung in Quartieren mit einem besonderen Entwicklungsbedarf. Mit Hilfe von RISE sollen attraktive Quartiere zum Leben, Wohnen und Arbeiten, Lernen und Einkaufen entstehen und damit sozialer Ausgleich, Zusammenhalt und die Chance auf Teilhabe für alle erreicht werden. Die Erreichung der Ziele soll durch die Verbesserung des Wohnumfeldes, die Förderung der Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen, Stärkung der lokalen Wirtschaft sowie den Ausbau der Mitwirkungsmöglichkeiten und der Eigenaktivität der Bürgerinnen und Bürger ermöglicht werden. Zudem müssen viele Akteurinnen und Akteure in der Stadt (Politik, Fachbehörden, Bezirke, soziale Einrichtungen, Vereine, Initiativen, Unternehmen, Verbände, Bewohnerinnen und Bewohner) zusammenarbeiten. Zielsetzung dieses Zusammenwirkens ist es auch, eine Mittelbündelung in den Gebieten der Integrierten Stadtteilentwicklung zu erreichen.
 
Das Programm „Integrierte Stadtteilentwicklung” wurde in einem gemeinsamen Prozess von fünf Fachbehörden (Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Behörde für Kultur, Sport und Medien, Behörde für Schule und Berufsbildung, Behörde für Soziales, Familie und Verbraucherschutz, Behörde für Wirtschaft und Arbeit), den Bezirksämtern und der Senatskanzlei entwickelt.